Geschichtsdidaktiker aufgepasst! Neue historische Open Access-Zeitschrift: Public History Weekly

5. September 2013 – 11:13 Thomas Kees (2660x aufgerufen) |

Zur ZeitschriftenhomepageIst es statthaft, im Verlauf weniger Wochen mehrfach auf die Angebote eines Verlags hinzuweisen, ohne vom Begünstigten ein Kistchen Weißwein für Vorzugsbehandlung zu verlangen? Im Falle des De Gruyter-Verlags ist es das wohl, denn die von diesem Anbieter zu vermeldenden Themen drängen sich für sachdienliche Hinweise geradezu auf.

 

Am heutigen 5. September erscheint mit Public History Weekly die erste Nummer eines neuen Geschichtsjournals zur historisch-politischen Bildung, (noch) fachdisziplinuntypisch als reines E-Journal im Open Access-Modell. Dem Verlag ist es nicht nur gelungen, für das Advisory Board seines neuen und – wie der Name schon andeutet – international ausgerichteten Blog-Journals mit Gudrun Gersmann, Claudine Moulin und Béatrice Ziegler renommierte Mitglieder zu gewinnen, er konnte mit Marko Demantowsky und Jan Hodel auch ausgewiesene Kenner der Materie mit der Redaktion der Zeitschrift betrauen. Befördert wurde diese Verbindung vermutlich auch durch den Umstand, dass es sich bei der Publikation um das Ergebnis einer Medienpartnerschaft zwischen der Pädagogischen Hochschule FHNW (Basel) und dem Oldenbourg Wissenschaftsverlag, einem Imprint des De Gruyter-Verlags, handelt.

 

Der Verlag bezeichnet die Zeitschrift als ein Novum in vielfacher Hinsicht und fĂĽhrt dafĂĽr folgende Aspekte an:

„• PHW erscheint wöchentlich, donnerstags, 8 Uhr, mit einem neuen Initialbeitrag.
• PHW ist offen und ermöglicht Laien den Zugang zur aktuellen Forschungsdiskussion auf höchstem wissenschaftlichen Niveau.
• PHW ist interaktiv: alle Beiträge können tagesaktuell kommentiert und repliziert werden.
• PHW ist digital: alle Beiträge haben einen Umfang, der das rasche Lesen am Bildschirm ermöglicht.
• PHW ist international: PHW startet mit Stammautoren aus Deutschland, Ă–sterreich und der Schweiz. Im zweiten Schritt kommen englischsprachige Beiträge hinzu.“

 

 

Auch die Leitlinien und Ziele der Zeitschrift sind hoch gesteckt: „[…] Auf PHW werden Kontroversen ausgetragen und Forschungsprojekte vorgestellt. Zur Sprache kommen institutionelle Probleme in Schule, Hochschule, in den Medien oder der politischen Arena. Geschichtspolitische Beiträge sind ebenso zu erwarten wie kritische Analysen der Geschichtspolitik. Mit diesem Journal wird die Didaktik der Geschichte stärker öffentlich transparent und schaltet sich lautstark ein in aktuelle Debatten.“ (Quelle: De Gruyter)

 

Das klingt ambitioniert und wirkt beinahe ein bisschen vollmundig. Zu wĂĽnschen wäre es den Initiatoren, dass das „Blatt“ die Erwartungen derer einlöst, die in den nächsten Wochen pĂĽnktlich donnerstags um 8 Uhr einen Blick auf diese Seite werfen und die neuen Beiträge dann natĂĽrlich auch tagesaktuell und fachkundig kommentieren. Und um den Bogen zu spannen zu einem Posting der vergangenen Wochen in diesem Blog: Muss man das lesen? lautet die Antwort fĂĽr die nächsten Wochen: „Ja!“.

 

 

6 Personen mögen diesen Beitrag

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com