Aus der Benutzungspraxis – Lesesaalplätze

9. Juni 2015 – 15:13 schae (1818x aufgerufen) |

Mit diesem Blogeintrag möchte ich eine kleine Reihe starten, die sich in unregelmäßigen Abständen mit ganz alltäglichen Fragen und Problemen aus dem Benutzungsbereich befasst. Vieles sieht so locker und easy aus, erfordert im Hintergund dann aber doch eine Portion Geduld und Gelassenheit, Verständnis für die Wünsche Anderer, Flexibilität und manchmal auch etwas Strenge, damit alles klappt und sich jeder in der Bibliothek wohlfühlen kann.

Die Idee zu diesem Eintrag kam mir beim Beantworten der nachfolgenden Mail einer Nutzerin:

Seit Wochen beobachte ich, dass vor allem in der Mittagszeit (12-14 Uhr) viele Plätze im großen Lesesaal durch Mäppchen, Wasserflaschen, Blöcke etc. „reserviert“ werden. Ich habe für alle menschlichen Bedürfnisse, Telefonate, Raucherpausen und auch eine kurze Pause zum Essen etc. sicherlich Verständnis, aber viele dieser Blockaden dauern während meines kompletten Aufenthaltes an. Das heißt auch nach fast 2 Stunden sind die „Reservierungsanzeichen“ immer noch vorhanden, nur der Nutzer des Platzes kommt nicht wieder. Die SULB ist kein Urlaubsort an dem man seine Liege reserviert!

Wie antwortet man, wenn man einerseits das Problem nicht ganz nachvollziehen kann (es gibt genug freie Arbeitsplätze im gesamten Benutzungsbereich), wenn man aber andererseits durchaus verstehen kann, dass die Nutzerin bevorzugt im großen Lesesaal sitzen möchte?

Die Nutzerin spricht in ihrer Mail übrigens nicht von den Lesesaalplätzen, die an der Lesesaaltheke reserviert werden können, sondern ausdrücklich nur von den Plätzen, die für Alle zur freien Nutzung zur Verfügung stehen.

Dazu unsere Meinung:

Grundsätzlich freuen wir uns, wenn wir in der Bibliothek, insbesondere aber im großen Lesesaal 1, eine gute Lernatmosphäre anbieten können und unser Gebäude daher auf dem Campus als angenehmer Lernort angenommen wird. Vor diesem Hintergrund ist es für uns nachvollziehbar, wenn Nutzer einen am Vormittag genutzten Platz auch nach der Mittagspause beibehalten wollen. Dem Wunsch der Nutzerin nach regelmäßiger Kontrolle ungenutzter, aber blockierter Arbeitsplätze tagsüber können und wollen wir nicht entsprechen, solange noch ausreichend Arbeitsplatzkapazitäten und damit Ausweichmöglichkeiten vorhanden sind. Greifen wir hier zu früh ein, dann müssten wir uns fragen lassen, warum wir das tun, denn es gibt doch noch genügend Arbeitsplätze in den andeen Benutzungsräumen. Der morgendliche Rundgang durch die Benutzungsräume muss daher als Kontrolle für ausreichend freie Plätze genügen.

Wir haben aber auch Verständnis für den Unmut dieser Nutzerin, die sich wünscht, auch einmal die Chance auf einen attraktiven Lesesaalplatz zu bekommen, ohne dass sie bereits am frühen Morgen in die Bibliothek kommen muss. Wir appellieren daher an alle Nutzerinnen und Nutzer unserer freien Arbeitsplätze:

Gib auch anderen Nutzern und Nutzerinnen auch eine Chance auf einen attraktiven Arbeitsplatz im großen Lesesaal und leere Deinen Arbeitsplatz insbesondere dann, wenn Du mit einer längeren Arbeitspause rechnest. Wir bieten im gesamten Benutzungsbereich ausreichend Arbeitsplätze an. Du musst also keine Sorge haben, dass nach der großen Mittagspause keinen Platz mehr zum Arbeiten zu finden ist.

13 Personen mögen diesen Beitrag

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com