Forschungsdatenzentrum für die Geisteswissenschaften nimmt Betrieb auf

1. August 2016 – 09:08 Matthias Müller (663x aufgerufen) |

Logo_HDC_finalDie DINI-Geschäftsstelle  weist mit folgendem Brief auf den Start des Forschungsdatenzentrums für die Geisteswissenschaften hin:

Mit fortschreitender Digitalisierung und der Etablierung der digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften, auch „Digital Humanities“ genannt, als eigenständigem Fach wächst der Bedarf für eine Infrastruktur, die die langfristige Sicherung und Bereitstellung digitaler Forschungsdaten ermöglicht. Nach einer seit 2014 vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Konzeptionsphase nimmt das „Humanities Data Centre (HDC) – Forschungsdatenzentrum für die Geisteswissenschaften“ am 1. August 2016 offiziell seinen Betrieb auf. Es wird von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) getragen. Das HDC stellt erste Angebote zum Forschungsdatenmanagement und zur Langzeitarchivierung zur Verfügung. Im fortlaufenden Dialog mit Forscherinnen und Forschern werden die Angebote des HDC auch künftig weiterentwickelt.

Das Angebot des HDC richtet sich an geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte in Niedersachsen und gewährleistet die nachhaltige Sicherung und Präsentation von digitalen Forschungsdaten über einen Zeitraum, der weit über die Lebenszyklen von aktuellen Technikgenerationen und den davon betroffenen digitalen Forschungsdaten hinausgeht. Dafür bietet das HDC ein breites Spektrum von Beratungs- und Schulungsangeboten zum Thema Datenmanagement, umfangreiche Expertise und technische Lösungen zur Speicherung von Daten und Anwendungen. Damit unterstützt das HDC Wissenschaftler dabei, die Anforderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu erfüllen, Forschungsdaten mindestens für zehn Jahre vorzuhalten.

Aufgrund der Vielfalt und Unterschiedlichkeit der in den Geisteswissenschaften verwendeten Forschungsmethoden und -daten wird diese Aufgabe von mehreren Partnern mit verschiedenen Kompetenzen kooperativ gelöst. Die GWDG und die SUB setzen nun die in der Konzeptionsphase entwickelten Angebote und Konzepte um. Zum Ausbau des Beratungs- und Kurationsangebots wird angestrebt, ein Netzwerk aus Partnern in Niedersachsen und darüber hinaus aufzubauen. Dazu gehören insbesondere die Partner aus der HDC-Konzeptionsphase: die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Bereits jetzt arbeitet das HDC mit dem deutschlandweiten Verbundprojekt DARIAH-DE zusammen. Dieses unterstützt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und Kulturwissenschaftler in Forschung und Lehre, indem es eine digitale Forschungsinfrastruktur für Werkzeuge und Forschungsdaten aufbaut und Materialien für Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities entwickelt.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.humanities-data-centre.de

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