Surfnetz der SULB nun grundsätzlich nur mit Log-In

9. August 2016 – 17:55 Thomas Kees (1603x aufgerufen) |

loginSeit Menschengedenken bietet die SULB ihren Benutzern stationäre Computerarbeitsplätze zur OPAC-Suche und Datenbank-Recherche an. Trotz des seit einigen Jahren verstärkt eingesetzten privaten Hardware-Pools aus Notebooks, Tablets und Smartphones, die wir mit dem universitären WLAN auch in den entlegensten Ecken der Bibliothek unterstützen, erfreut sich dieses Surfnetz noch immer großer Beliebtheit – nicht zuletzt vermutlich aufgrund des Umstandes, dass alle Surfstationen in das Drucknetz der SULB eingebunden sind.

Vor Menschengedenken erfolgte die Nutzung dieser immer schon netzfähigen Benutzer-PCs ohne Authentifizierung. Der OPAC war ebenso frei wie die sprichwörtlichen Gedanken, und diese hürdenlose Freiheit galt lange Zeit für die gesamte Internetnutzung an den Surfstationen der SULB, die natürlich vom Rechenzentrum der UdS, dem heutigen HIZ, abgewickelt wurde und wird. Leider führt unbegrenzte Freiheit auch zu Missbrauch, und so erinnern sich gut informierte Kreise noch dunkel an Hackerangriffe auf die amerikanische Pazifikflotte, die dereinst von unbeaufsichtigten und anonym zu nutzenden Computern am Campus Saarbrücken ihren Ausgang nahmen und sogar dem BKA und der CIA einen kurzen Gastauftritt an der UdS bescherten.

Die freie Internetnutzung an der SULB wurde kurze Zeit später eingeschränkt auf den OPAC und eine Handvoll bibliothekarischer Basisdienste, die von der SULB nicht verantwortet, aber als bibliothekarische Kernangebote eingesetzt werden, so etwa die EZB und DBIS, die Online-Fernleihe, das Wissensportal … Verließ man diese Plattformen, was im Zeitalter verknüpfter Ressourcen aus E-Books, E-Journals, Inhaltsverzeichnissen usw. immer häufiger der Fall war, erschien ein Authentifizierungsfenster zur Eingabe von Kennung und Passwort des Rechenzentrums, nach deren Eintragung es dann weiterging. Auch den nicht-universitären Benutzern der SULB werden seitdem die sog. Gästekennungen des HIZ nach Vorlage eines Ausweisdokuments problemlos und unbürokratisch zur Verfügung gestellt, da eine sinnvolle Nutzung der Surfstationen ohne Authentifizierung praktisch nicht durchführbar ist. Während vor wenigen Jahren die Eintragung einiger weniger zugelassener Server in der „Netz-Policy“ des Rechenzentrums genügte, um vernünftig arbeiten zu können, gelang dies in letzter Zeit allerdings zunehmend schlechter. Immer wieder kam es zu – für die Benutzer – unerklärlichen Anzeige- oder Funktionsstörungen, weil beispielsweise die für eine korrekte Seitenanzeige unverzichtbaren Grafiken (Icons) oder CSS-Dateien auf nicht freigegebene (da uns unbekannte) Server ausgelagert waren. Nach einem Log-In mit anschließend weit freigiebigeren Zugriffsrechten lösten sich dann diese Probleme schlagartig in Wohlgefallen auf.

Da die Welt des Internets mittlerweile also derart umfassend vernetzt ist, dass vereinzelte Serverfreigaben diese Komplexität nicht mehr abbilden können, stellt die SULB den Einsatz der Surfstationen auf eine vollständig authentifizierte Nutzung um. Kurz gesagt: ab dem 5. September 2016 müssen Sie sich an den Surfstationen der SULB zur Nutzung fast aller (!) Internetseiten anmelden (eine Ausnahme bildet allein das Formular zur Neuanmeldung in der SULB). Nach dem erfolgreichem Log-In sollte es dann ohne Verdruss weitergehen. Das abschließende Ausloggen wäre übrigens keine schlechte Idee. Nach unserer Wahrnehmung wird dies nämlich gerne einmal vergessen.

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