Open Access – eventuell eine Alternative zur Fernleihe?

2. November 2016 – 10:53 Ulrich Herb (2724x aufgerufen) |

Wer sich zukünftig die Gebühren für die Fernleihe sparen will, kann diese Dienste und Suchmaschinen konsultieren:

  • Mittels oaDOI.org, https://oadoi.org/, können Nutzer recherchieren, ob zu einem Text eine Open-Access-Version existiert. Bedingungen: Der Artikel muss über eine DOI verfügen und der Server, der die Open-Access-Version beherbergt, muss diese DOI in seinen Metadaten vermerken. Ist dies nicht der Fall, gelingt der Nachweis der Open-Access-Version in oaDOI.org nicht. Bevor UdS-Wissenschaftler nun den Open-Access-Server der SULB, SciDok, http://scidok.sulb.uni-saarland.de/, auf diese Funktionalität hin testen: Leider erfüllt SciDok sie derzeit nicht. Abhilfe schafft vielleicht der Relaunch des Servers im Jahr 2017.
  • Paperity, http://paperity.org, hingegen erlaubt die Suche nach Artikeln, die Open Access in Journalen erschienen sind. Allerdings werden keine Artikel, die primär im Closed Access erschienen sind und parallel auf Open-Access-Repositorien, wie dem erwähnten SciDok, verfügbar gemacht wurden, berücksichtigt.
  • BASE, https://www.base-search.net/, ist eine Open-Access-Suchmaschine der Universität Bielefeld und weist Open-Access-Dokumente aus Journalen und Repositorien nach. Da BASE nicht ausschließlich Open-Access-Inhalte nachweist, sollte man die Suchoptionen so anpassen, dass – soweit möglich – nur Open-Access-Dokumente als Ergebnisse angezeigt werden.
  • Google Scholar, https://scholar.google.com/,  kennzeichnet Open-Access-Texte in der Regel durch den Hinweis [PDF] oder [HTML] in der Ergebnisliste. Besonders die Markierung [HTML] kann leider trügerisch sein, da unter Umständen nur Teile eines Werks, z.B. eines Buches in Google Books, einsehbar sind. Sollte der Text nicht im Open Access vorliegen, aber aus dem Netz Ihrer Universität erreichbar sein, findet sich in Google Scholar ebenfalls ein Hinweis, z.B. durch „SULB Volltext“ falls Sie sich im Netz der UdS befinden.

Der Autor möchte drauf verweisen, dass Tipp eins auf die Lektüre eines Postings Klaus Grafs zurückgeht.

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