Die Mutter aller Zeitschriften

30. November 2017 – 13:27 Matthias Müller (514x aufgerufen) |

Jüngst teilte die Royal Society in London mit, dass die Archivbestände ihrer Zeitschriften retrodigitalisiert worden sind. Das ist auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches, das machen viele Verlage. In diesem Fall sollte man wissen, dass die Royal Society seit 1665 die Philosophical Transactions, sozusagen die Mutter aller wissenschaftlichen Zeitschriften, herausgibt, die seitdem ununterbrochen erscheinen und schon damals auf Peer Review Wert legten, was man gut in den Protokollen u.ä. nachlesen kann. Jetzt kann man direkt den Herren Newton, Franklin (z.B. der Versuch mit dem Drachen im Gewitter) und Darwin auf die Feder schauen.

Die Archive sind frei zu nutzen mit einer Embargozeit von 70 Jahren. Ein weiteres freies Zeitfenster liegt zwischen 10 Jahren zurück bis vor 12 Monaten. Wer dazwischen lesen will, muss zahlen. Die Seite, die den freien Zugang erklärt, ist auch lesenswert, weil sie ein paar Highlights aus dem Archiv aufzeigt. Neben den oben erwähnten Herren fallen auch Namen wie Halley, der den Kometen beschreibt, Stone, der schon im 18. Jahrhundert Fieber mit Weidenrinde behandelte, und James Cook, der über seine Reise mit der HMS Endeavour berichtete. Aus dem Subskriptionsbereich kann man noch die Herren Hawking, Krick und Watson nennen. Aber auch die können Sie lesen, weil die Society bis zum 24. Januar 2018 allen Content freigeschaltet hat.

Tauchen Sie ein in spannende Erkenntnisse von Wissenschaftsstars ihrer Zeit.

 

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