SpringerOpen

18. August 2010 – 07:29 Ulrich Herb (315490x aufgerufen) |

Vor kurzer Zeit hĂ€tte das niemand fĂŒr möglich gehalten: ein etablierter Verlag, in den HĂ€nden von Heuschrecken, also auf Gewinn mit allen Mitteln ausgerichtet, bietet Open Access-Zeitschriften an. Und doch gibt es das jetzt: Der Springer Verlag richtet mit SpringerOpen eine neue Sparte ein, die lupenreine Open Access-Zeitschriften herausgibt. Das GeschĂ€ftsmodell ist Springer nicht unbekannt, hat man doch im letzten Jahr BiomedCentral gekauft, einen Verlag, der ĂŒber 200 Open-Access-Zeitschriften vornehmlich in der Medizin herausgibt.  Und das mit Erfolg: BiomedCentral schreibt schwarze Zahlen und der Impactfaktor der Journals macht manchen Herausgeber einer „konventionellen“ Zeitschrift neidisch.

Was kommt da auf uns zu? Das zeigt am besten eine Grafik von Springer selbst:

Das sind wichtige Charakteriska der SpringerOpen-Zeitschriften:

  • Strenger Peer Review
  • E-only und kontinuierliche Veröffentlichung der Artikel
  • Keine EinschrĂ€nkungen hinsichtlich der Seitenzahl oder Multimedia
  • ISI (Web of Science) will die Zeitschriften indexieren.
  • ZusĂ€tzliche Dateien oder Filme u.Ă€ kann man direkt ĂŒber Thumbnails im Artikel verlinken.
  • Im Artikel kann man durch HTML schnell navigieren. Zum Download steht eine XML-Version zur VerfĂŒgung.
  • Auf „meist gelesene“ Artikel oder zitierende Artikel wird gesondert verlinkt.

Nebenbei: die Zeitschriften werden im Verlauf des nĂ€chsten Jahres online gehen. FĂŒr das Journal of Mathematics in Industry kann man schon Artikel einreichen.

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