RefWorks in neuem Gewand

31. Dezember 2010 – 21:00 Thomas Kees (2364x aufgerufen) |

Warum schieĂźt einem, kaum dass man ĂĽber das neue Erscheinungsbild einer Software berichten will, die Metapher vom „neuen Gewand“ durch den Kopf? So war es auch jetzt, aber nie war das Bild so unpassend wie heute. Denn die neue Oberfläche von RefWorks ist zwar „nur“ eine neue Oberfläche, da die Programmfunktionen zunächst ohne Erweiterungen die gleichen bleiben, das Relaunch kommt aber eher einer Häutung gleich als dem Anlegen eine neuen KleidungsstĂĽckes. Aus dem alten Kokon schlĂĽpfte ein wunderschöner Schmetterling, der die schnöde Arbeit mit Literaturdaten zur angenehmen Tätigkeit werden zu lassen verspricht.

RefWorks war im Kreise der Literaturverwaltungswerkzeuge immer schon ein sozialer Gesell, dem Interaktion und das (Mit-)Teilen von Datensätzen in die Wiege gelegt worden waren. Nun zeigt sich dies auch in der Versionsnummer, der sprichwörtlichen 2.0. Die lange Entwicklungszeit und die ausgedehnte Betaphase haben der Software gut getan, der Betastatus wird bald entfallen. Die Oberfläche präsentiert sich aufgeräumt, klar strukturiert, die wesentlichen Programmfunktionen lassen sich intuitiv auffinden oder stehen offen im Schnellzugriffsbereich zur Verfügung. Zwar kamen wie erwähnt keine neuen Funktionen hinzu, die Arbeit mit den hergebrachten verläuft aber deutlich eingängiger. Vielleicht entdecken Sie auch jetzt erst Funktionen, die Ihnen bisher verborgen geblieben sind?

Leider präsentieren sich noch nicht alle Bereiche in neuer Optik und Bedienung. Write-N-Cite bleibt das alte, der immer schon schwierige Ausgabestileditor hat nur ein marginales Facelifting ohne Vereinfachung der Bedienung erfahren. Aber wir hoffen, dass der Anbieter hier schnell nachlegt. Alte Hasen werden vermutlich keine Probleme haben, sich in der neuen Oberfläche zurecht zu finden. Junge HĂĽpfer werden das neue Aussehen wohl gar nicht erst reflektieren, sondern die Version 2.0 intuitiv nutzen. Dennoch bleibt es jedem unbenommen, bis Mitte des Jahres 2011 auf die klassische Oberfläche zurĂĽckzukehren. Der Link „RefWorks Classics“ im Seitenkopf lässt Sie eine Versionsnummer zurĂĽckpurzeln.

Die von der SULB monatlich angebotenen RefWorks-Schulungen werden sich nur noch auf die neue Version beziehen. Auch die in lockerer Folge vom Hersteller angebotenen Onlineschulungen werden im Januar die neue Version zum Thema haben. An diesen Webinaren können Sie kostenfrei teilnehmen, eine Voranmeldung vorausgesetzt. Am 11. Januar 2011 geht es zunächst um die Grundlagen, die Schulung am 13. Januar 2011 richtet sich an fortgeschrittene Anwender. Falls Sie nicht um 4:00 Uhr morgens aufstehen wollen: die Übersicht zeigt Ihnen vermutlich die New Yorker Zeit an, die nur für diejenigen gilt, die sich gerade in New York aufhalten. Alle anderen steigen um 10:00 Uhr (MEZ) ein.