RefWorks in neuem Gewand

31. Dezember 2010 – 21:00 Thomas Kees (2524x aufgerufen) |

Warum schie√üt einem, kaum dass man √ľber das neue Erscheinungsbild einer Software berichten will, die Metapher vom „neuen Gewand“ durch den Kopf? So war es auch jetzt, aber nie war das Bild so unpassend wie heute. Denn die neue Oberfl√§che von RefWorks ist zwar „nur“ eine neue Oberfl√§che, da die Programmfunktionen zun√§chst ohne Erweiterungen die gleichen bleiben, das Relaunch kommt aber eher einer H√§utung gleich als dem Anlegen eine neuen Kleidungsst√ľckes. Aus dem alten Kokon schl√ľpfte ein wundersch√∂ner Schmetterling, der die schn√∂de Arbeit mit Literaturdaten zur angenehmen T√§tigkeit werden zu lassen verspricht.

RefWorks war im Kreise der Literaturverwaltungswerkzeuge immer schon ein sozialer Gesell, dem Interaktion und das (Mit-)Teilen von Datens√§tzen in die Wiege gelegt worden waren. Nun zeigt sich dies auch in der Versionsnummer, der sprichw√∂rtlichen 2.0. Die lange Entwicklungszeit und die ausgedehnte Betaphase haben der Software gut getan, der Betastatus wird bald entfallen. Die Oberfl√§che pr√§sentiert sich aufger√§umt, klar strukturiert, die wesentlichen Programmfunktionen lassen sich intuitiv auffinden oder stehen offen im Schnellzugriffsbereich zur Verf√ľgung. Zwar kamen wie erw√§hnt keine neuen Funktionen hinzu, die Arbeit mit den hergebrachten verl√§uft aber deutlich eing√§ngiger. Vielleicht entdecken Sie auch jetzt erst Funktionen, die Ihnen bisher verborgen geblieben sind?

Leider pr√§sentieren sich noch nicht alle Bereiche in neuer Optik und Bedienung. Write-N-Cite bleibt das alte, der immer schon schwierige Ausgabestileditor hat nur ein marginales Facelifting ohne Vereinfachung der Bedienung erfahren. Aber wir hoffen, dass der Anbieter hier schnell nachlegt. Alte Hasen werden vermutlich keine Probleme haben, sich in der neuen Oberfl√§che zurecht zu finden. Junge H√ľpfer werden das neue Aussehen wohl gar nicht erst reflektieren, sondern die Version 2.0 intuitiv nutzen. Dennoch bleibt es jedem unbenommen, bis Mitte des Jahres 2011 auf die klassische Oberfl√§che zur√ľckzukehren. Der Link „RefWorks Classics“ im Seitenkopf l√§sst Sie eine Versionsnummer zur√ľckpurzeln.

Die von der SULB monatlich angebotenen RefWorks-Schulungen werden sich nur noch auf die neue Version beziehen. Auch die in lockerer Folge vom Hersteller angebotenen Onlineschulungen werden im Januar die neue Version zum Thema haben. An diesen Webinaren k√∂nnen Sie kostenfrei teilnehmen, eine Voranmeldung vorausgesetzt. Am 11. Januar 2011 geht es zun√§chst um die Grundlagen, die Schulung am 13. Januar 2011 richtet sich an fortgeschrittene Anwender. Falls Sie nicht um 4:00 Uhr morgens aufstehen wollen: die √úbersicht zeigt Ihnen vermutlich die New Yorker Zeit an, die nur f√ľr diejenigen gilt, die sich gerade in New York aufhalten. Alle anderen steigen um 10:00 Uhr (MEZ) ein.

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