Neuerscheinung bei universaar: Hermann und Dorothea

24. Januar 2012 – 17:17 Ulrich Herb (2653x aufgerufen) |

Ralf Bogner (Hrsg.): Hermann und Dorothea von Ferdinand von Saar
universaar РUniversitätsverlag des Saarlandes, 89 Seiten

1902 ver√∂ffentlicht der renommierte √∂sterreichische Schriftsteller Ferdinand von Saar (1833‚Äď1906) die Verserz√§hlung ¬ĽHermann und Dorothea¬ę. Der Text tr√§gt damit denselben Titel wie eines der damals meistgelesenen Werke Johann Wolfgang von Goethes (1749‚Äď1832) ‚Äď und tats√§chlich legt hier Saar eine Neufassung dieses klassischen Epos aus dem Jahr 1797 vor. Erneut handelt der Text von einem Liebespaar, das trotz vielerlei Hindernissen und in einer √§u√üerst schwierigen politisch-gesellschaftlichen Situation innerhalb kurzer Zeit zueinander findet. Zugleich aber nimmt Saar eine Reihe von markanten Ver√§nderungen vor. So verlegt er die Handlung aus der Zeit von Franz√∂sischer Revolution und Koalitionskriegen in die aktuelle Gegenwart der Nationalit√§tenkonflikte in B√∂hmen und M√§hren. Seine Erz√§hlung wird auf diese Weise zu einem Appell an den unver√§nderten Weiterbestand der Donaumonarchie als Vielv√∂lkerstaat, die freilich zu diesem Zeitpunkt bereits auseinanderzubrechen begann. Aber auch in vielen anderen Aspekten nimmt Saar signifikante √Ąnderungen an Goethes Vorlage vor, aus denen spannende Einblicke in die Kultur-, Alltags- und Mentalit√§tsgeschichte um 1900 zu gewinnen sind. Der vorliegende Band pr√§sentiert Saars Verserz√§hlung erstmals in einer modernen wissenschaftlichen Edition mit einem ausf√ľhrlichen Sprach- und Sachkommentar sowie einem umfangreichen Nachwort.

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