Zweiter totaler Stromausfall – Normalbetrieb ab 8. August

8. August 2014 – 08:57 Thomas Kees (3607x aufgerufen) |

 

kein_strom2Wir wollen es uns nicht zur Gewohnheit werden lassen, nach totalen Stromausfällen die Rückkehr zur Normalität zu verkünden, doch hat sich leider der nach dem ersten unwetterbedingten Stromausfall am 29. Juli für den 30. Juli angekündigte Normalbetrieb der SULB als von nur sehr kurzer Dauer erwiesen. Am frühen Morgen des 4. August 2014 kam es auf Grund eines Kurzschlusses an einem maroden 10.000-Volt-Erdkabel zu einem erneuten Totalausfall der Stromversorgung des Saarbrücker Campus, in dessen Folge die IT-Infrastruktur der gesamten Universität des Saarlandes einige Tage zum Erliegen kam. Zu den mehrere Hundert Systeme umfassenden Servern der nicht operablen Virtualisierungsplattform gehörten auch (beinahe) alle Zentralrechner der SULB, so dass die Bibliothek seit Montag, dem 4. August nur einen Notdienst anbieten konnte und beinahe alle elektronischen Dienstleistungen einstellen musste. Die SULB war offline – Höchststrafe im Netzzeitalter. Der Totalausfall der Vorwoche, den wir als singuläres oder zumindest sehr seltenes Ereignis angesehen hatten, wiederholte sich also nicht nur binnen weniger Tage, sondern erwies sich („Großes entsteht immer im Kleinen„) als bloßer Vorbote des wesentlich drastischeren Crashs am 4. August.

Im Laufe des Donnerstags entspannte sich dann die Lage, und die SULB konnte nach ausgiebigen Systemchecks den Start der meisten Server vorbereiten, die endlich wieder für die Bibliotheks-Administratoren erreichbar waren. Das zentrale Bibliothekssystem LIBERO, in dem Bestellungen der Papiermedien durchgeführt und Ausleihen verwaltet werden, ließ sich bereits am heutigen Freitagvormittag wieder in Betrieb nehmen. Die restlichen Angebote (Volltext-Repositorien, Verlagsseiten usw.) folgten im Verlauf des Tages. Wie beim letzten Mal bedanken wir uns sehr herzlich bei allen betroffenen Bibliotheksbenutzern für das gezeigte Verständnis und bitten darum, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Nach einer alten Kriegsweisheit schlägt eine Granate nie zwei Mal an der gleichen Stelle ein. Stimmt nicht, wie wir jetzt wissen. Aber sie schlägt auch nie drei Mal ein, wie wir jetzt hoffen.

 

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