Ausstellung „FAITES VOS JEUX – Der Erste Weltkrieg im Spiel“ geht in die Verlängerung

7. Juni 2016 – 10:25 Christine Hohnschopp (1197x aufgerufen) |

Eine einzigartige Sammlung von Spielen zum Ersten Weltkrieg wird noch bis zum 30. Juli im Ausstellungsraum der SULB präsentiert.
Die Ausstellung „FAITES VOS JEUX – Der Erste Weltkrieg im Spiel“ besteht aus zirka 30 Spielen, die alle das Kriegsgeschehen auf eine uns heute befremdende Art als Spiel verarbeiten. Der Eintritt ist frei.

Zwischen 1914 und 1918 erschien auf dem Spielemarkt eine wachsende Anzahl von Spielen, die den Krieg zum Thema hatten. Solche Spiele machten acht Prozent der gesamten Produktion aus, vier Mal mehr als vor 1914. Zwischen Information und Propaganda angesiedelt, wurden die Spiele in Deutschland, Frankreich, England, den USA und auch in der Schweiz erfunden, hergestellt, verkauft und gespielt. So hielt der Krieg Einzug in europäische Wohnstuben. Häufig rücken die Spiele Deutschland mit Frankreich, Belgien, England und Russland im Krieg, in den Mittelpunkt. Makaber mutet zum Beispiel das Spiel „Hurra! Mit Handgranaten vor!“ an, bei dem man der Figur des deutschen Soldaten eine Handgranate in die Hand geben muss, um sie dann mit einem Druck auf dessen Oberarm ins Lager der Feinde zu schleudern. In einem französischen Spiel, „Quatrarmes“, kombiniert der Erfinder O‘Galop (Marius Rossillon) Mechanismen des chinesischen Schachs und des Damespiels (Schlagen durch Überspringen). Der Kommandeur der 5. deutschen Armee bei der Schlacht an der Marne war der deutsche Kronprinz Friedrich Wilhelm von Hohenzollern, der auf der Schachtel karikiert wird.

Die Ausstellung zeigt Spiele und Dokumente, die das Schweizer Spielmuseum in La Tour-de-Peilz zur Verfügung stellt.