Wie macht der Springer das?

24. Mai 2018 – 09:48 Matthias Müller (867x aufgerufen) |

Sie forschen in den Lebenswissenschaften und haben eine Versuchsreihe im Kopf, die Sie demnächst umsetzen wollen. Da kann es nur nützlich sein, zu wissen, wie andere vorgegangen sind. Gibt es die grundlegende Methode, die Ihnen bei Ihrer Fragestellung viel Arbeit abnehmen kann, an die Sie noch nicht gedacht haben? Haben andere Ähnliches vor wie Sie? Eine Recherche in der „größten Sammlung von Protokollen und Methoden, die derzeit auf dem Markt ist“ (Selbstauskunft von Springer Nature, mm), kann evtl. weiterhelfen: Springer Nature Experiments.  Springer Nature hat seine Suche in Zeitschriften und anderen Quellen auf eine neue technische und Qualitäts-Ebene gehoben. Das habe ich schon bei der Datenbank Nano sehen können und das gibt es hier auch. Suchfilter erleichtern Ihre Recherche, die auf neuesten AI-Technologien basieren wie z.B. smart article indexing, maßgeschneiderte Inhouse-Ontologien oder fortgeschrittenes Text-Mining.

Die Treffermenge kann man über spezifische Facetten präzisieren. Die Ergebnisliste bietet zur Orientierung Autor, Titel, Abstract, eingesetzte Techniken, Versuchstiere (falls im Einsatz), Zahl der Zitationen und Zahl der Downloads.  Ruft man einen Treffer auf, kann man nach dem Titel mit den Autoren in einer ersten Reihe die Keywords, die Zahl der Zitationen über einer Zeitleiste und einen Punkt History sehen. History war bei meinen Tests leer. Danach folgen in zwei Spalten der Abstract und alle vorhandenen Abbildungen und Videos. Am Ende folgen die letzten Zitationen und alle Referenzen des Artikels. Natürlich ist hier auch ein Link zum Artikel. Von den lizenzpflichtigen Quellen sind Nature Methods und Nature Protocols  lizenziert, Springer Protocols fehlt. Protocol Exchange wird auch ausgewertet und ist ein Open Repository von Nature, auf dem die Autoren ihre Beiträge selbst veröffentlichen, die nicht weiter vom Verlag bearbeitet werden, auch keinen Peer Review durchlaufen. Ziel ist die schnelle Veröffentlichung. Die Beiträge werden unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht (Näheres s. https://www.nature.com/protocolexchange/about). Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Biologie und Medizin. Chemie und Physik sind willkommen, wenn sie in Methoden Anwendung finden.

Bleibt am Ende die Erfahrung einer Suchoberfläche der neuesten Generation.

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