Google Data Search: Forschungsdaten finden mit Google

17. September 2018 – 15:38 Ulrich Herb (380x aufgerufen) |

Anfang September launchte Google einen Dienst, mit dessen Hilfe sich Forschungsdaten recherchieren lassen: Google Data Search, das abermals die in Mountain View herrschende Vorliebe fĂĽr spartanisches Interface-Design dokumentiert. Die Suchsyntax ähnelte der Google Web Suche und erlaubt z.B. das Selektieren nach Servern, von denen die gewĂĽnschten Ergebnisse stammen sollen. So kann man mittels der Eingabe „public health site:zenodo.org“ nach Datensätzen suchen, deren Metadaten die Worte „public“ und/oder „health“ aufweisen und die auf dem Server zenodo.org publiziert sind. Die Syntax unterstĂĽtzt zudem die Recherche nach Daten, die unter einer bestimmten Lizenz stehen. Die Eingabe license:“cc-by-nc-sa“ bewirkt, dass nur Treffer angezeigt werden, die unter der Creative Commons Lizenz CC BY NC SA verfĂĽgbar sind.

Angesichts der Vielzahl an Lizenzen, unter denen Daten im Netz verbreitet werden, stellt sich allerdings die Frage, ob eine solche Filterung immer sinnvoll ist. So teilen Einrichtungen wie das Inter-university Consortium for Political and Social Research Daten oft unter Lizenzen geringer Bekanntheit. Derart lizenzierte Items werden jedoch – selbst wenn sie fachlich nĂĽtzlich sind – nicht gefunden, wenn die Suche auf Objekte unter Standard-Lizenzen eingeschränkt ist. Leider bietet das Interface auch keine Möglichkeit, die Ergebnisse nach Datei-Formaten (Excel, SPSS, Stata, R-Output, etc.) zu filtern.

Wer hingegen Daten indizieren lassen will, findet online diesbezügliche Hinweise. Überdies existiert ein Forum mit Fragen rund um Data Search, etwa zur Optimierung des Nachweises von Informationen oder zum De-Listing irrtümlicher Weise indexierter Daten.

 

 

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