Kram im Weltraum – Alexander Gerst pass auf

9. Oktober 2018 – 07:52 Matthias Müller (136x aufgerufen) |

Dieser Tage ging die bisher größte Konferenz zum Thema Weltraumschrott unter anderem mit dem einvernehmlichen Ergebnis zu Ende, dass dringender Bedarf besteht, die aktive Entfernung von Weltraummüll anzugehen und nachhaltige Strategien für zukünftige Missionen umzusetzen. Wenn Sie sich das selbst anschauen wollen, bietet sich hier die Gelegenheit: Stuff in Space ist eine „Echtzeit-3D-Karte von Objekten im Erdorbit“. Diese Karte wurde 2015 von James Yoder erstellt (Näheres s. „About“), der Daten von Space-Track.org verwendete: einer Website des US-Verteidigungsministeriums. Auf dieser Karte sind verschiedene Arten von „Kram im Weltraum“ farblich gekennzeichnet: rot für Satelliten, blau für Raketenkörper und grau für Trümmer. Allein die Trümmer machen einem Angst um Alexander Gerst in der ISS. Was bei einem Crash passieren kann, sieht man, wenn man links oben die Maus über „Groups“ positioniert und „Iridium 33 collision debris“ anklickt. Dann sieht man die Trümmer, die 2009 bei einer Kollision der Satelliten Iridium 33 and Kosmos 2251 entstanden. Interessant ist auch zu sehen, wieviel Satelliten für GPS oder Galileo unterwegs sind. Die Karte ist schon drei Jahre alt. Mittlerweile ist ja noch mehr Kram dazugekommen.

Wenn Sie den Kopf frei machen wollen, scrollen Sie auf Deutschland oder einen Flecken, der Ihnen besser gefällt, und beobachten für ein paar Minuten, was alles über uns fliegt.

Noch kurz Tipps zur Navigation: Rechts- oder Links-Klick und ziehen dreht die Erde, das Mausrad scrollt. Wenn man auf ein Okjekt (mit der linken Taste) klickt, erscheint am rechten Bildrand ein Kasten mit Angaben zum ausgewählten Objekt. Wenn der Name auf DEB endet, handelt es sich um Müll.

Quelle: The Scout Report

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