Start des zentralen Moodle-Servers an der UdS

20. Dezember 2018 – 18:50 Thomas Kees (574x aufgerufen) |

Erinnern Sie sich an das zentrale Lernmanagementsystem der Universität des Saarlandes, das im Jahr 2008 unter dem Namen „Clix Campus“ eingefĂĽhrt wurde? Nein? Dann haben Sie vermutlich noch kein vollständiges Studierendenleben hinter sich, denn im Jahr 2014 wurde dieses Angebot nicht verlängert. Seitdem herrschte Leere in der digitalen Lehre. Leere? Wieder nein, denn in dieser Zeit wuchsen tausende von Blumen in der WĂĽste, die der sog. Siekmann-Bericht im Jahr 2017 zu Tage förderte. Diese vom Präsidium der UdS in Auftrag gegebene und von Prof. Dr. Jörg Siekmann unter Beteiligung des Dezernats Lehre und Studium verfasste Zusammenstellung aller digitalen Angebote im Bereich E-Learning zeigte die eindrucksvollen Aktivitäten der Universität, brachte aber auch die Diversifizierung und die gelegentlich – betriebswirtschaftlich gesprochen – Fehlallokation von Ressourcen zum Vorschein. Dutzende von Moodle-, Illias- und OLAT-Systemen bespielten diverse Veranstaltungen mit digitalem Lehrmaterial. Auch die SULB beteiligte sich mit einem „Elektronischen Semesterapparat“ (ESEM), wenngleich dieses System technisch ein wenig in die Jahre geraten war.

Ein im Sommer 2017 veranstalteter Workshop machte den Bedarf an einer zentralen Lernplattform für die Universität überdeutlich. Die hier ermittelten Funktionen, Erfordernisse und Wünsche wurden von einer Projektgruppe aufgegriffen, die im Lauf des Herbstes die Akteure bestimmte, die mit dem Aufbau und der Etablierung des universitären Lernmanagementsystems betraut werden sollten. Diese von den beiden Vizepräsidenten Roland Brünken (Lehre und Studium) und Christian Wagner (Planung und Strategie) geleitete Gruppe fasste das Ziel allerdings deutlich ambitionierter als den bloßen Aufbau einer technischen Lernplattform. Begonnen wurde ein auf drei Jahre angelegtes Projekt zur Entwicklung von fachlich-didaktischen E-Learning-Kompetenzen, das durch den Aufbau einer zentralen Moodle-Plattform begleitet und gestützt wurde.

Nach einer vorĂĽbergehenden Zuweisung der Zuständigkeit zum Aufbau von didaktischen Angeboten im Bereich Educational Technology beim Zentrum fĂĽr SchlĂĽsselkompetenzen und Hochschuldidaktik (ZeSH) wurde diese Aufgabe schlieĂźlich an das Dezernat Lehre und Studium ĂĽbertragen. Die SULB war von Projektbeginn an als technischer Projektpartner mit dem Auftrag betraut, das Moodle-System aufzubauen. Dieses im WS 2018/19 in einer Pilotphase erfolgreich getestete Serverkonstrukt geht nun an den Start. Es ist als hochredundante und leistungsfähige Acht-Server-Plattform angelegt, der eine etwas schwächer ausgebaute und ansonsten identische Entwicklungsplattform an die Seite gestellt wurde. Wir gehen davon aus, dass sich das „Echtsystem“ im universitären Einsatz wacker schlagen und die Entwicklungsumgebung alle Aufgaben wird meistern können, denen sich das Team im weiteren Projektverlauf stellen will. Perspektivisch geht diese Entwicklung in Richtung Learning Analytics, elektronisches PrĂĽfungswesen, Open Education Ressources (OER) usw. Ăśber Umsetzungszeiten sprechen wir an dieser Stelle aber nicht.

Beginnen wir also mit dem ersten Schritt und geben das neue System frei! Ab dem 2. Januar 2019 steht es allen Berechtigten auf dem Campus offen. Nähere Informationen finden Sie hier. Und ja: ESEM wird ab dem Sommersemester auf das wohlverdiente Altenteil verfrachtet. DarĂĽber wird aber zu gegebener Zeit erneut gebloggt. Jetzt knallen erst einmal die Sektkorken fĂĽr Moodle…

1+