Neues von DEAL: Verhandlungsstände mit Springer Nature, Wiley und Elsevier

8. Februar 2019 – 09:00 Ulrich Herb (673x aufgerufen) |

Logo des Projekts DEAL - Bundesweite Lizenzierung von Angeboten großer Wissenschaftsverlage

Das Projekt DEAL

Das von der Hochschulrektorenkonferenz untersützte und initiierte Projekt DEAL – Bundesweite Lizenzierung von Angeboten großer Wissenschaftsverlage verfolgt drei Ziele

  1. Kostenersparnisse durch landesweite Konsortien zum Bezug von Literatur großer Wissenschaftsverlage (Elsevier, Springer Nature, Wiley)
  2. Stärkung von Open Access: Artikel von Wissenschaftlern an deutschen Wissenschaftseinrichtungen sollen Open Access in den Journalen der Verlage erscheinen
  3. Umsetzung des Prinzips Publish And Read (PAR): Die finanziellen Verpflichtungen der Hochschulen sollen sich perspektivisch nicht mehr aus Subskription (sprich Nutzungsgebühren)  ergeben, sondern durch die Entrichtung von Publikationskosten, so dass alle finanzierten Publikationen Open Access verfügbar sind und zudem Zugriff auf möglichst alle Inhalte eines Verlages gegeben ist.

Springer Nature

Mit Springer Nature konnte seitens DEAL eine Übergangsregelung erwirkt werden, sodass 2019 der Zugang zu Journalen Springers an der UdS sichergestellt ist. Spätestens zum 01.07.2019 soll diese Übergangeregelung in einen konsortialen DEAL-Vertrag münden. Nature-Journale sind hiervon ausgenommen, allerdings besteht auch für sie eine Übergangregelung für 2019, die den Zugang sicherstellt.

Wiley

Zum 15.01.2019 gelang DEAL ein Abschluss mit Wiley, die genauen Modalitäten werden von DEAL im Februar bekannt gegeben. Auch im Falle von Wiley ist die Versorgung mit Literatur sicherggestellt.

Elsevier

Jedoch besteht auch für das Jahr 2019 die Kündigung der Elsevier-Inhalte weiter. Die UdS besitzt derzeit noch Archivrechte für 148 Zeitschriften. Zudem bestehen für alte Jahrgänge (1907-2002) Nationallizenzen für ca. 1.500 Zeitschriften. Für Bestellungen von Dokumenten aus dem Angebot von Elsevier, die an der UdS nicht mehr verfügbar sind, steht auch für das Jahr 2019 universitätsweit ein Fonds bereit, dessen Größe sich an dem Bedarf von 2018 orientieren wird. Informationen zu Erstattungen für Bestellungen im Jahr 2018 finden Sie hier.

Erstattungsfähige Bestellungen können nur durch Wissenschaftler/innen per Fernleihe (Kosten 1,50 €), alternativ in eiligen Fällen über den Dokument-Lieferdienst Subito, erfolgen. Bei letzterem kosten Bestellungen in der Nutzergruppe 1b (Hochschulangehörige) je nach Land der liefernden Bibliothek und Lieferweg (elektronisch per Mail, Fax oder Post) zwischen 6,- € und 9,- €; als Eilbestellung zzgl. 4,50 €. Subito liefert allerdings derzeit Elsevier-Titel teilweise nur per Post oder Fax und nicht elektronisch an Hochschulangehörige.

Die UdS bittet alle Angehörigen, preisgünstige Bestelloptionen zu bevorzugen. Dies gilt auch für Subito: Da Eilbestellungen allenfalls geringfügig schneller als andere Bestellungen zugestellt werden (insbesondere beim Fax-Versand), sollte der Verzicht auf den Eilzuschlag erwogen werden.

Die Erstattung der Auslagen für 2019 erfolgt zu Beginn 2020 erneut im Wege eines Verteilungsschlüssels, der allen nutzenden Lehrstühlen/Arbeitsgruppen in gleicher Weise zugutekommt. Zu jeder Bestellung sollte daher ein Beleg aufbewahrt werden, aus dem hervorgeht, dass es sich um ein Dokument aus dem Elsevier-Angebot handelt: Bei Subito-Bestellungen gehen Nutzern derartige Belege zu, zu jeder Fernleihbestellung muss die Bestellnummer aufbewahrt werden.

Bitte beachten Sie, dass die beschriebenen Erstattungsmöglichkeiten nur für Literatur gilt, auf die kein Zugriff mehr möglich ist. Zu einem Großteil der Elsevier-Inhalte besteht jedoch weiterhin ein Zugang, so dass eine Bestellung aktuell weder nötig, noch erstattungsfähig ist.

Open-Access-Dienste als alternative Bezugsquellen

Auch die folgenden Dienste können nützlich sein, um Open-Access-Versionen von Dokumenten zu erhalten, auf die man an der UdS keinen Zugriff (mehr) hat:

  • Die Suchmaschine 1findr weist wissenschaftliche Dokumente, speziell Open-Access-Werke, nach. Die Datenbasis von derzeit ca. 90 Mio. Dokumenten, davon 27 Mio. Open Access, soll kontinuierlich erweitert werden. Der Index besteht laut den Betreibern aktuell allein aus Verweisen auf Peer-Review-geprüfte Journalartikel, soll zukünftig aber um andere Dokumenttypen ergänzt werden.
  • BASE, https://www.base-search.net/, ist eine Open-Access-Suchmaschine der Universität Bielefeld und weist Open-Access-Dokumente aus Journalen und Repositorien nach. Da BASE nicht ausschließlich Open-Access-Inhalte nachweist, sollte man die Suchoptionen so anpassen, dass – soweit möglich – nur Open-Access-Dokumente als Ergebnisse angezeigt werden.
  • Google Scholar, https://scholar.google.com/, kennzeichnet Open-Access-Texte in der Regel durch den Hinweis [PDF] oder [HTML] in der Ergebnisliste. Besonders die Markierung [HTML] kann leider trügerisch sein, da unter Umständen nur Teile eines Werks, z.B. eines Buches in Google Books, einsehbar sind.
  • Das Browser-Plug-In org (verfügbar für die Browser Firefox und Chrome) weist Internetnutzer, die beim Recherchieren auf eine wissenschaftliche Publikation stoßen, zu der ihre Einrichtung keinen Zugang hat, automatisch auf verfügbare Open-Access-Versionen hin.
  • Der Open Access Button kann sowohl wie eine Suchmaschine als auch als Browser-Plug-In genutzt werden. Existiert noch keine Open-Access-Fassung eines publizierten Inhaltes, können Plug-In-Nutzer/innen mit Klick auf den Button eine E-Mail an die Autorin/den Autoren der Publikation versenden und um die Bereitstellung einer Open-Access-Version bitten. Wer über das Web-Interface sucht und keinen Treffer erhält, findet dort ebenfalls eine Möglichkeit, mit der Autorin/dem Autoren in Kontakt zu treten.
  • Ebenfalls eine nützliche Quelle ist das Wissensportal der SULB, in dem Sie Ihre Suchergebnisse auf „Volltext (Online)“ einschränken können. Es beinhaltet sowohl eine Fülle von Open-Access-Materialien als auch Lizenzinhalte. Kennt das Wissensportal einen Volltext nicht, hilft möglicherweise ein Klick auf den Button „Volltext verfügbar?“, er löst eine Recherche zu Open-Access-Versionen nicht lizenzierter Inhalte aus.

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