Bilder vom Besuche unseres geliebten Kaiserpaars in den Saarstädten, oder: SULB digital

3. Dezember 2019 – 12:13 Thomas Kees (365x aufgerufen) |

Weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des universitären, von Wiley-Springer-Elsevier… geprägten Digital-Alltags betreibt die SULB in ihrer Funktion als Saarländische Landesbibliothek auch eine Kulturgut-erhaltende Digitalisierung. Im Gegensatz zu den Regionalbibliotheken historischer Länder (Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek, Bayerische Staatsbibliothek, Württembergische Landesbibliothek, Badische Landesbibliothek usw.), die meist mit ihren beeindruckenden digitalen Sammlungen bereits auf der Eingangsseite ihrer Homepages aufwarten, sind die in recht bescheidenem Umfang daherkommenden Retrodigitalisate der SULB ein wenig versteckt.

Allerdings nicht wirklich versteckt, denn wir haben sie dort integriert, wo sie hingehören: in den OPAC. Suchen Sie also zum Beispiel nach den Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung, finden Sie nicht nur das geduldige Papier, das geduldige Menschen in der SULB ausleihen oder in den Institutsbibliotheken einsehen, sondern auch die digitale Variante, die wir im Auftrag der Kommission angefertigt haben.

Wie auf der Eingangsseite der Digitalplattform zu lesen steht, beinhaltet das Angebot „vornehmlich digitale Reproduktionen von Einzelwerken des SULB-Bestandes, die auf Grund eines massiven Schädigungsgrades der gewöhnlichen Benutzung entzogen sind, als digitale Artefakte aber dennoch Forschung und Lehre zur Verfügung stehen sollen“. Die Entscheidung über diese Ad hoc-Digitalisierung fällen die Fachreferentinnen der SULB und das Urheberrecht.

Aber auch eine etwas systematischere Digitalisierung findet statt, und sie richtet sich auf der Grundlage des spezifischen Sammelprofils der SULB auf das Schrifttum der Saarregion. Insbesondere die Zeitschriften werden, wenn die Entscheidung für das binäre Nachleben gefallen ist, umfassend digitalisiert. Die Fertigstellung eines Periodikums, das zu den kultur-, wirtschafts-, sozial- und technikhistorisch bedeutendsten Blättern dieser Region gehört, ist Anlass dieses Blogbeitrags. Es handelt sich um den Saarbrücker Bergmannskalender, der in allen vorliegenden Jahrgängen nun online zur Verfügung steht.

Wer also wissen möchten, wie der Besuch unseres geliebten Kaiserpaars in den Saarstädten im Jahr 1905 vonstatten ging oder wie die Saarbrücker Europa-Galerie zu diesem Anlass herausgeputzt wurde, kann sich hier informieren. Sicher packt Sie dann ebenso sehr die Lust am Stöbern in diesem „Kalender“, wie es dem Schreiber dieses Beitrags ging.

Wie geht es weiter? Mit dem Saarkalender natürlich.